Klavierunterricht für Groß und Klein

Musik

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„Können Sie Klavier spielen?“

„Weiß nicht. Nie probiert“

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Ein Junge übt Klavier. Ein Bekannter ruft von der Straße:

„Sind deine Eltern zu Hause?“

Der Junge antwortet mürrisch:

„Dumme Frage!“

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„Meine Tochter spielt Klavier wie Martha Algerich!“

„Wirklich?!“

„Aber ja! Mit beiden Händen!“

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„Wie findest du mein Spiel?“

„Christlich.“

„Wie meinst du es?“

„Die Linke Hand weiß nicht, was die Rechte tut.“

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„Lieben Sie Klaviermusik?“ – fragte ein Pianist den Mark Twain.

„Sehr“, antwortete der Schriftsteller. „Einmal hat mir ein Klavier das Leben gerettet.“

„Wie denn?“

„Der Fluss war über die Ufer getreten. Als das Wasser den ersten Stock unseres Hauses erreichte, schwamm mein Vater auf einer Kommode davon. Ich habe ihn auf dem Klavier begleitet.“

 

Ferienanfang. Ein komisches Gefühl. Ist jetzt schon zweiwöchige Pause? Wir haben doch gerade angefangen, oder?

Aber alle freuen sich. Meine Schüler freuen sich auf die Pause, und ich, ehrlich gesagt, auch. Fürs Erste haben wir alle genug getan. Doch wofür brauchen wir diese Ferien? Um alles zu vergessen und sich komplett abzuschalten? Um über das getane nachzudenken? Um den neuen Zyklus vorzubereiten? Um weiter zu üben, als wäre es nichts geschehen? Werden meine Schüler in den Ferien überhaupt üben? Sollen sie das? Kann ich das von ihnen erwarten?

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Christoph Peter schreibt weiter:

Beim kleinen Kind ist dieses Üben noch nicht notwendig, da es unmittelbar nachahmt. Bei ihm ist alles Spiel. Jetzt soll ein Üben, aber ein spielendes (nicht spielerisches) Üben einsetzen. Der Wechsel, der Atem wird im zugrunde gelegt. Die Wiederholung kleiner Melodiestrecken im Singen im Singen und im Instrumentalunterricht ermöglichen das Lernen. Doch dürfen diese nicht offen und unfertig sein. Nur die ausgewogene musikalische Phrase, die – musikalisch gesprochen – Ein- und Ausatmen in sich vereint, kann öfter eingesetzt werden. Man kann eine Klasse Zehnjährige in kürzester Zeit in Unordnung bringen, wenn man musikalische Phrasen willkürlich unterbricht und nicht nach einer organischen, d. h. dem Metrum des Stückes entsprechenden Pause, wieder einsetzt.  Eine wahllos zerstückte Melodie zu üben, fällt schon einem Erwachsenen schwer; dem Kind ist es fast unmöglich, wenn es nicht rein mechanisch die Sache bewältigen soll. Der Verstand müsste sich zu stark betätigen, statt dass ihm das Üben selbst zur Kunst wird. So finden die Gegenpole Atem und Bewusstsein im künstlerischen Üben ihren Ausgleich.“

Das Üben ist doch überhaupt nicht langweilig! Es gibt viele feine Witze darüber.

Zum Beispiel:

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Eine junge Sängerin singt im Konzert vor. Nach dem Vortrag verbeugt sie sich und möchte die Bühne verlassen. Das Publikum aber schreit: „Nochmal!“ Sie singt ihr Lied nochmal, das Publikum aber schreit wieder: „Nochmal!“ Sie singt wieder, aber es wird immer noch nach einer Wiederholung verlangt.

„Ich bin schon müde! Wie oft soll ich das denn noch singen?“ fragt sie. Aus dem Publikum tönt es: „Bis du das kannst!“

 

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„Wessen Portrait soll ich über meinem Klavier aufhängen: Mozart oder Beethoven?“-

„Lieber den Beethoven. Er war taub.“

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„Mami, warum stehst du immer am Fenster, wenn ich Gesang übe?“ –

„Damit keiner denkt, dass ich dich schlage!“

 

Dieses Interview habe ich für Sandra Labsch, eine FB-Freundin von mir nach ihren Fragen erstellt.  Ich glaube, es muss unbedingt auch in meinem Blog erscheinen. Hiermit erkläre ich die Sommerferien für endgültig beendet.

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Wie lange dauert es, bis man wirklich Klavier spielen kann?

 

Unterschiedlich, je nach Ziel, Aufwand und Fähigkeiten.

 

Ziel

Wenn man einfache Liedchen und lustige Kinderstückchen spielen möchte, dazu ein bisschen Notenlernen, und sich damit zufrieden gibt, dann reicht ein Jahr.

Wenn man bestrebt, einfache bis etwas weniger einfache originale klassische Stücke und einfache Pop-Musik  spielen zu können, und sich damit zufrieden gibt, dann kann man nach 3-4 Jahren mit dem Unterricht aufhören.

Wenn man aber sich damit nicht zufrieden gibt, sondern wirklich an dem unendlichen Reichtum der Klavierliteratur teil haben will und richtig schöne und interessante Musik im Spielen genießen möchte, dann sollte man eine längere Reise angehen. Ich bin der Meinung, dass es mindestens 7 Jahre sein sollten.

Wenn man noch mehr will, dann stellt sich diese Frage gar nicht mehr.

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