Klavierunterricht für Groß und Klein

Womit fange ich an?

Mit einem Loblied für das Klavier aus dem Buch von Dieter Hildebrand „Pianoforte“.

„Das Klavier ist das ordentlichste Instrument… Da liegt, auf siebeneinhalb Oktaven verteilt, die gesamte abendländische Musik vorrätig, spielfertig, jederzeit durch Tastendruck abzurufen…  Zwischen Hänschen klein und Hammerklaviersonate gibt es mehr Möglichkeiten, als selbst die Musikwissenschaft sich träumt.

Das Klavier ist das athletischste Instrument. Es erfordert soviel Kraft und Schwung, dass sich ganze Generationen nicht nur von Pädagogen, nein, auch von Anatomen und Muskelspezialisten, von Chiro- und Orthopäden und selbst Masseure mit dem Klavierspiel befasst haben…

 Das Klavier ist auch das einladendste Instrument… Wer eine Taste anschlägt, hört einen Ton. Wer es mit der Faust traktiert, dem erwidert eine Art Akkord. Wer den ganzen Unterarm auf der Klaviatur ablegt, erzeugt etwas sehr modernes: einen Cluster. Wer die Tastatur in einem Wisch abstauben will, produziert ein Glissando. Solche Reaktion ist alles andere als selbstverständlich: Man sollte wissen, dass die meisten anderen Instrumente sich kauzig, durchtrieben, ja sogar unwillig verhalten. Streichinstrumente reagieren auf den Zugriff des Laien mit der berühmten Katzenmusik. Und nun erst Holz und Blech: Vieles darunter, so die Querflöte und die Trompete, geben nicht einen Hauch von sich, wenn jemand sie bedient, der von tuten und Blasen keine Ahnung hat.

Das Klavier…  ist also das demokratischste Instrument“.

Hier stimmt jedes Wort. Ich sage euch, die angehende Klavierspieler: Wir beschäftigen uns mit dem interessantesten Musikinstrument der Welt.