Klavierunterricht für Groß und Klein

Ferienanfang. Ein komisches Gefühl. Ist jetzt schon zweiwöchige Pause? Wir haben doch gerade angefangen, oder?

Aber alle freuen sich. Meine Schüler freuen sich auf die Pause, und ich, ehrlich gesagt, auch. Fürs Erste haben wir alle genug getan. Doch wofür brauchen wir diese Ferien? Um alles zu vergessen und sich komplett abzuschalten? Um über das getane nachzudenken? Um den neuen Zyklus vorzubereiten? Um weiter zu üben, als wäre es nichts geschehen? Werden meine Schüler in den Ferien überhaupt üben? Sollen sie das? Kann ich das von ihnen erwarten?

Ich lese immer noch das Buch von Christoph Peter „Zum Phänomen der Pause und der Wiederholung in der Musik“.  Schauen wir mal, was er über die Pause schreibt.

„Die gesamte Natur wird von den verschiedenartigsten Rhythmen durchpulst. (…) Der Wechsel von Tag und Nacht, von Sommer und Winter, Ebbe und Flut, die regelmäßigen Schwankungen des Luftdrucks, der Luftbewegung, des Erdmagnetismus, die Atmungs-, Stoffwechsel- und Wachstumsprozesse, diese und viele anderen Naturerscheinungen vollziehen sich in bestimmten Rhythmen. Im Tiefpunkt der rhythmischen Kurve aber, zwischen Entspannung und neuer Spannung, zwischen Ausatmen und Einatmen, zwischen Sterben und Werden schaltet sich eine mehr oder weniger lange Tiefpunkts- oder Ruhepause ein, in der die Natur zu neuer Bewegung, neuer Kraftentfaltung ansetzt.“