Klavierunterricht für Groß und Klein

Für alle neugierige und einigermaßen erwachsene (12+) Klavierspieler kann ich keine bessere Freizeitlektüre empfehlen als das großartige Buch von Dieter Hildebrandt Pianoforte: Der Roman des Klaviers im 19. Jahrhundert„, zusammen mit der Fortsetzung  „Piano, piano! Der Roman des Klaviers im 20. Jahrhundert“. Das ist eine lebendige, spannende, umfassende und liebevoll erzählte Geschichte des Klavierspiels. Das Buch liest sich wie ein guter Roman und hilft dem Leser, das Instrument wie einen guten Freund zu verstehen und mögen (oder nicht).

Hier ist eine Kostprobe, ein kleiner Auszug aus dem Kapitel über einen der größten Komponisten für Klavier, Chopin:

„Er war 1,70 Meter groß, wog aber kaum 50 Kilo, und er wirkte zart, zerbrechlich, durchsichtig, nicht ganz von dieser Welt. Ihren „Kleinen“ nennt ihn später George Sand, und Mendelssohn, selbst nicht gerade ein Kraftprotz, erfindet den Namen „Chopinetto“. Franz Liszts blumenreiche Sprache scheint hier ein adäquates Objekt zu finden: „Sein ganzes Aussehen gemahnte an das der Asphodelen auf den schwanken, seltsam feinen Stielen, mit ihren himmlisch blassgetönten, aber so duftig gewobenen Kelchen, dass auch die leiseste Berührung sie verletzt“.

 

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