Klavierunterricht für Groß und Klein

Monats-Archive: November 2014

 

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Im Teil 1 haben wir geklärt, wie man sich ein neues Klavier aussucht. Jetzt wollen wir mit der Wahl eines gebrauchten akustischen Klaviers beschäftigen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie sich ein neues Klavier nicht leisten können, dann bleibt es Ihnen die Option, ein Gebrauchtes zu suchen. Sie können es entweder im Klavierfachhandel finden, oder privat. Ich persönlich finde es im Geschäft besser, sicherer und bequemer, als privat.   Ich zitiere mich selbst, aus dem Teil 1 dieses Artikels:

Vieles spricht für ein Kauf eines Klaviers im Fachgeschäft. Wenn gebrauchte Klaviere im Laden angeboten werden, dann sind sie in der Regel überholt und gestimmt. Es gibt eine Garantie, das ist sehr wichtig. Sie werden professionell beraten, nicht nur über die Klaviere selbst, sondern auch darüber, wie man sie behandelt, wo man sie am besten aufstellt, wie findet man einen Klavierstimmer, usw.  Auch für die Zukunft wissen Sie dann, wo sie einen Gesprächspartner finden.  UND das Klavier wird Ihnen geliefert. Auch wenn das extra kosten sollte, ist es das nicht wert?

Das einzige, was dagegen sprechen könnte, ist die Preisfrage. Die Hoffnung, bei einem Privatverkäufer ein ganz tolles Instrument zum Schnäppchenpreis zu finden, stirbt als letzte. Und das ist auch möglich. Das habe ich auch schon mal geschafft. Wer sucht, der findet sehr viele Anzeigen in lokalen Zeitungen und im Internet. Das Angebot scheint riesig zu sein. Es gibt dabei allerdings einiges zu bedenken.

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Noch ein halbes Schuljahr ist fast schon vergangen. Wir werden uns heute wieder versammeln, um einander spielen zu hören, diesmal in einer ganz kleiner Runde. Klein, aber fein!

Heute gibt es eine Glückszahl 7. In der Konstellation 3+1+3. Drei kleineren Mädchen mit (meistens) kleineren Stücken. Ein größeres Mädchen mit entsprechend größeren Stücken. Und drei großen Mädels, die noch interessantere und größere Sachen spielen. So zu sagen, schön, schöner, am schönsten.

Jede Schülerin, die wir gleich spielen hören werden, hat gut geübt, viel gelernt und hat große Vortschritte gemacht. Ich freue mich darauf, jedes einzelne Stück zu hören.

Es ist besonders schön und symbolisch, dass wir unser Vorspiel ausgerechnet heute gehalten haben. Denn morgen ist der erste Advent. Wir schließen heute ein altes Kapitel und sind bereit für ein Neues. Morgen werden wir  die erste Kerze anzünden, und dann kommt das schönste Warten des Jahres.Mit allen seinen Freuden, mit Adventsliedern und Weihnachtsmärkten, mit viel Dunkelheit und viel Licht.  

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Begrüßung: O. Werner spielt  eine Sonate von Scarlatti

1. Xenia Schigalkin:

Big Ben. ABC, die Katze lief im Schnee.  Affen Cha-Cha

2. Leonie Grigorasch:

 Schwarze Katzen. Danke für diesen guten Morgen.  Jingle Bells.

3. Melina Hübert:

 Allegretto. Was soll das bedeuten. Spiel der Harfe.

4. Belinda Bachtenkirch:

Malaguena (I. Albeniz –  H. G. Heumann). Greensleeves (Schott. Trad. – H. G. Heumann). We Wish You a Merry Christmas. (Trad. – D. Hellbach)

5. Vanessa Busch:

Hit the Road, Jack (P. Mayfield – Susi Weiß). Eternity (Robbie Williams – D. Hellbach).

6. Oriana Busch:

Clair de lune (C. Debussy)

7. Jana Dadder:  

Stille Nacht (Susi Weiß)

 

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Bei aller Vielfalt der Tasteninstrumente auf dem Markt heutzutage, ein „echtes“, ursprüngliches, akustisches Klavier oder Flügel ist und bleibt für mich die erste Wahl.  Wenn das Geld, der Platz und die Lebensbedingungen es Ihnen erlauben, sollten Sie sich als Profi- oder Hobbymusiker ein echtes Klavier gönnen. Ein elektronisches Instrument kann gerne dazu kommen, aber eben dazu. Über die Wahl eines E-Klaviers werde ich in einem von der nachfolgenden Beiträge in diesem Blog ausführlich schreiben, denn das ist ein Thema für sich. In diesem Artikel handelt es sich um die Wahl eines ganz normalen, mechanischen Klaviers.

Und zwar, eines neuen Klaviers, denn das ist für mich die erste Wahl innerhalb der ersten Wahl. Es mag stimmen, dass, zum Beispiel,  die Saiteninstrumente mit der Zeit besser werden. Die Tasteninstrumente werden es nicht. Sie altern im Laufe der Jahrzehnte. Die Mechanik funktioniert nicht mehr einwandfrei, die Filzteile verdünnen sich und verformen sich, irgendwann hält das Instrument die Stimmung nicht mehr… Man könnte sagen, mit alten Klavieren steht es ungefähr so, wie mit antiken Autos: Bei guter Pflege halten sie lange, sehen schick aus und sind funktionsfähig. Man fährt aber damit nicht in den Urlaub nach Schweden (nur als Beispiel). Ein altes Klavier ist dann sinnvoll, wenn Sie ihn entweder bereits haben und als Erinnerungsstück (oder als alten Spielgefährten) innig lieben, oder wenn Sie ein echtes Klavier haben wollen, aber für ein Neues nicht genug Geld besitzen.

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Eine sehr wichtige Frage:

Ist es egal, was man spielt: Klavier, E-Klavier oder Keyboard? Was ist besser?

Vor 4 Jahren musste ich mich von meinem geliebten mechanischen Klavier trennen. Ich war darauf nicht vorbereitet, dass es so schmerzhaft sein wird. Als ob du einen Freund verloren hättest. Das hat gedauert, bis ich mein neues hochwertiges elektronisches Instrument akzeptiert und (noch später) einigermaßen lieb gewonnen habe.

Kein Pianist, der mit einem echten Klavier aufgewachsen ist, wird es freiwillig gegen ein elektrisches tauschen. Das Problem ist, manchmal muss es sein. In einer Mietwohnung zu leben und vernünftig zu üben, ohne dass sich die Nachbarn beschweren, ist fast unmöglich. Ein E-Klavier kann man leise drehen oder mit Kopfhörer spielen.

Also:

Ein „echtes“ Klavier ist das Beste, aber nur für diejenigen, die keine Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen müssen. Nachteil: zweimal im Jahr müssen Sie den Stimmer bezahlen.

Ein E-Klavier ist eine gute universelle Lösung für ein Mietshaus. Nachteile: Es verbraucht etwas Strom; die Reparatur ist zwar möglich, aber es kommt sehr auf Ihr  Wohnort an.

Ein Keyboard… Gut, es gibt viele Leute, für die es genau das Richtige ist. Man muss schon die Technik mögen, man muss bereit sein, die vielfältige Funktionen des Keyboards zu studieren und zu nutzen. Es ist nun mal nicht mein Ding.

 

Ist es egal, ob ich ein billiges Instrument nehme oder ein teures?

Leider nein.

Wenn Sie ein „echtes“ Klavier suchen, kaufen Sie am besten ein neues. Tasteninstrumente, anders als Streichinstrumente, altern und zeigen deutlich ihre Alterserscheinungen. Sie können natürlich Glück haben und ein wunderbares gebrauchtes Instrument bekommen, es wird aber auch seinen Preis haben. Und jedes Angebot sollten Sie unbedingt sehr gründlich selbst prüfen. Probieren Sie jede Taste, spielen Sie Oktaven und Harmonien, machen Sie das  Instrument auf und sehen Sie sich die Mechanik an. Wenn Sie keine Erfahrung mit Klavieren haben, nehmen Sie jemanden mit, der sie hat.

 

(Das Bild stammt von pixabay.com)

An diesem Sonntag zeige ich Ihnen einige Bilder, die Jürgen Werner in den zwei größten Kirchen von Lindau am Bodensee gemacht hat. Stellen Sie sich dabei eine Klaviersonate von Scarlatti, mit schnellen Läufen, klaren Sequenzen und vielen Verzierungen – und doch zur Seele sprechend. Viel Freude beim Anschauen!

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Eine der Gründe für mich, den Blog zu schreiben, ist dass man dabei ganz viel altes Wissen verstehen und ganz viel Neues lernen kann. Als ich im Blog von Elissa Milne ein Artikel über den Umgang des Klavierlehrers mit Fehlern der Schüler gelesen habe, da habe ich sofort verstanden: Hier gibt es was für mich! Hier kann ich etwas lernen, um mit meinen Schülern besser umzugehen. Denn ich bin bis jetzt jemand, der die Fehler korrigiert, oft mit innerem Unbehagen. Ich fange heute an, dieses Artikel zu übersetzen, um es selber besser zu verinnerlichen und um meinen deutschsprachigen Lesern die Möglichkeit zu bieten, sich mit einer interessanten Meinung zu diesem Thema auseinanderzusetzen. Viel Spaß beim Lesen!

Hier ist die Quelle:    http://elissamilne.wordpress.com/2011/02/26/piano-lessons-for-life-dont-correct-mistakes/

 

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Klavierstunden fürs Leben:

Korrigieren Sie die Fehler nicht!

Das Korrigieren kann die ganze Unterrichtsstunde einnehmen. Es kann zu ihrem Hauptinhalt werden.  Nach und nach kann es alles lebendige aus dem Unterricht herauspressen. Es ist für den Lehrer kein Vergnügen, noch weniger für den Schüler, und auch sonst bringt es nichts Gutes.

Das Korrigieren der Fehler zieht die ganze Aufmerksamkeit zu den Dingen, die falsch oder schlecht getan wurden, und nicht zu dem, was wir bestreben wollen, was gut und richtig ist. Das ist keine gute Taktik, um die Leistung zu verbessern (auf dem Klavier, auf dem Tennisplatz und auch bei keiner anderen Aktivität), denn man ist am meisten mit sich beschäftigt, mit seinem Fehler, und nicht mit der Außenwelt und mit der Sache, die er so gerne macht.

Es ist aber so leicht, sich das Korrigieren anzugewöhnen. Die Liste der Dinge, die man nicht tun soll, sieht beeindruckend aus und lässt sich sehr einfach zusammenstellen. Im Klavierspiel (und im Leben) ist es oft leichter zu sagen, was man nicht will, als was man will. Das ist so, weil das, was wir wollen, kann sich ändern – von einem Tag auf den anderen, von einem Augenblick auf den anderen. Das Richtige, das Erwünschte ändert sich zusammen mit dem Kontext; es ist viel leichter, die verbotenen Dinge aufzulisten, als die eigene Weisheit zu aktivieren, um weise zu handeln.

Für alle, die nie Klavierunterricht genommen haben, oder für alle, bei denen er schon sehr lange zurück liegt möchte ich so eine Unterrichtssituation beschreiben, wo das Korrigieren zum Hauptinhalt des Unterrichts geworden ist. Nehmen wir an, der Schüler spielt eine Tonleiter und stolpert über irgendeine Note. Der Lehrer hat zwei Möglichkeiten: zu sagen entweder welche Note gespielt werden sollte, oder mit welchem Finger. So ergibt sich eine Unterrichtsstunde, im Laufe derer der Lehrer in regelmäßigen Abständen „G!“ oder „Vierter Finger!“ ruft.

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Bodensee hat uns damals, im Sommer 2011, ein wunderschönes Wetter beschert, heiß und sonnig. Das kann man auf diesen Fotos gut sehen, nicht wahr?

Hier sind ein paar Eindrücke vom Bodensee um Lindau herum und von Lindau vom See.

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