Klavierunterricht für Groß und Klein

Monats-Archive: Oktober 2014

 

art-tatum-76649__180

Klavierunterricht in sich ist eine wunderbare Sache, aber ohne Höhepunkte könnte er vielleicht ein wenig fade sein. Das Vorspiel kann zu so einem Höhepunkt werden.  Einfach nur musizieren, für sich alleine, ist wunderbar und macht glücklich. Anderen Leuten vorzuspielen ist sogar mehr als das: Es ist eine extreme Situation, voller Adrenalin und unbeschreibliche Gefühle. Ich bereue nicht, dass ich damit angefangen habe, kleine Konzerte meiner Schüler füreinander und für eingeladene Gäste zu veranstalten. Dabei entstehen aber auch einige organisatorische Probleme.

Zum Beispiel, wie finde ich einen geeigneten Termin?

Nachdem ich mich ein paar Mal gequält habe in vergeblichen Versuchen den einen Termin zu finden, der allen Schülern und Eltern passt, habe ich meine jetzige Methode gefunden und bin glücklich damit.

Ich erbitte von unserem Gastgeber – einer wundervollen freikirchlichen Gemeinde – zwei, drei oder vier potenziellen Termine. (In diesem Jahr waren es sogar fünf!) Ich schreibe sie in einer Reihe und mache daraus eine Tabellenzeile. Danach bitte ich alle Eltern, ihr Kind in alle Terminspalten einzutragen, die für sie vorstellbar wären. Am Ende bleibt mir nur noch nachzuzählen, in welcher Spalte die meisten Namen stehen. Den Termin halte ich fest für das Vorspiel. Man bleibt objektiv und muss sich nicht schuldig fühlen, wenn jemand diesmal nicht vorspielen kann, weil er oder sie am meistgewählten Tag nicht konnte: es ist leider so, aber vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

 

 

 

cymbals-154217__180      violinist-154219__180      horner-154215__180

Dieses Buch war eins meiner lustigsten Geburtstagsgeschenke: „Die Morde von Giuseppe Verdi“ von Lutz Backes.

Ich habe eigentlich nichts dagegen, die ganz Großen und Berühmten mit Ernsthaftigkeit und Respekt zu behandeln. Ich finde es aber auch klasse, ab und zu mal die ganze ehrfürchtige Verbeugung zu unterbrechen, bevor man vor Langeweile einschläft.  Genau dafür ist dieses Buch da. Es bietet uns einen überaus heiteren Blick auf das Leben und das Schaffen von Mozart, Vivaldi, Händel, Haydn und vielen anderen Kollegen von ihnen bis in die Gegenwart. Als musikwissenschaftliche Quelle absolut ungeeignet, ist dieses Buch eine sehr gute Lektüre für all die Musiker und Musikliebhaber, die ihre Beziehung zur sogenannten E-Musik etwas zu beleben und aufzufrischen.

Warum das Buch „Die Morde von Giuseppe Verdi“ heißt, sage ich lieber nicht, lesen Sie es lieber selber. Ich gebe Ihnen lieber eine Kostprobe über einen meiner Lieblinge, Franz Liszt:

„Liszt war der Schwiegervater von Richard Wagner, und das, obwohl er nie geheiratet hatte. Mal wollte er nicht, mal durfte er nicht.

Da war zuerst mal die Gräfin Marie d’Agoult (…), die sich als Schriftstellerin Daniel Stern nannte. Eine Parallele zu dem Freundespaar Chopin – George Sand drängt sich auf, nur, dass der Franz, der größte Klavierspieler des 19. Jahrhunderts, von ganz anderer Konstitution war als der kränkliche Pole.

Die Gräfin entführte er, ganz im Stile der Romantik, und machte ihr drei Kinder. Am berühmtesten von den Bälgern wurde Tochter Cosima (…), zweite Frau ihres zweiten Mannes Richard Wagner.“

Und so weiter, alles in diesem Sinne. Sehr zu empfehlen als Impfung gegen übermäßiger Ehrfurcht und Leblosigkeit! Viel Spaß beim Lesen!

Diese kleine Stadt in Südengland fand ich absolut bezaubernd! Sie ist voller Fachwerk, Mittelalter, Romantik und wunderschöne Vorgärten. Zum Laufen braucht man allerdings feste Schuhe: Katzenkopfpflaster!

P1030655

P1030651

P1030646

Weiterlesen

Diesen Text habe ich im Blog von Elissa Milne gefunden. Sie ist eine wunderbare Pianistin und Klavierlehrerin aus Australien. Hier können Sie es im Original lesen: http://elissamilne.wordpress.com/

Mit ihrer Erlaubnis fange ich heute damit an, das „Manifestum“ zu übersetzen. Viel Spaß beim Lesen!

 

people-316500__180

Wofür braucht man Klavierunterricht?

1. Klavierunterricht ist dafür da, um zu lernen, wie man coole Sachen auf dem Klavier macht.

Bereits in den ersten Stunden kann man solche Coole Sachen machen:

– Bekannte Melodien spielen

– Glissandi spielen

– Das rechte Pedal benutzen

 

Später, wenn man mehr gelernt hat, kommen viele andere Möglichkeiten dazu, zum Beispiel:

– Melodie und Begleitung im richtigen Verhältnis zueinander spielen

– Zwei Stimmen mit einer Hand spielen

– Tonalität und Modulation beherrschen

– Unterschiedliche Begleitmuster erkennen und spielen lernen, nach Noten und nach Gehör

– Unterschiedliche Akkorde und Akkordreihen bilden lernen

– Eine chromatische Tonleiter spielen lernen – schnell!

– Tonleiter in Parallelbewegung, in Gegenbewegung, in Terzen und Sexten spielen

– Pianistische Artikulation einsetzen und dadurch differenzierter spielen können

Weiterlesen

Aktuelles