Klavierunterricht für Groß und Klein

Monats-Archive: September 2014

Christoph Peter schreibt weiter:

Beim kleinen Kind ist dieses Üben noch nicht notwendig, da es unmittelbar nachahmt. Bei ihm ist alles Spiel. Jetzt soll ein Üben, aber ein spielendes (nicht spielerisches) Üben einsetzen. Der Wechsel, der Atem wird im zugrunde gelegt. Die Wiederholung kleiner Melodiestrecken im Singen im Singen und im Instrumentalunterricht ermöglichen das Lernen. Doch dürfen diese nicht offen und unfertig sein. Nur die ausgewogene musikalische Phrase, die – musikalisch gesprochen – Ein- und Ausatmen in sich vereint, kann öfter eingesetzt werden. Man kann eine Klasse Zehnjährige in kürzester Zeit in Unordnung bringen, wenn man musikalische Phrasen willkürlich unterbricht und nicht nach einer organischen, d. h. dem Metrum des Stückes entsprechenden Pause, wieder einsetzt.  Eine wahllos zerstückte Melodie zu üben, fällt schon einem Erwachsenen schwer; dem Kind ist es fast unmöglich, wenn es nicht rein mechanisch die Sache bewältigen soll. Der Verstand müsste sich zu stark betätigen, statt dass ihm das Üben selbst zur Kunst wird. So finden die Gegenpole Atem und Bewusstsein im künstlerischen Üben ihren Ausgleich.“

Zur zeit habe ich wieder mehrere junge SchülerInnen im Alter von 6 bis 8 Jahre. Für sie alle stimmt die Tatsache, die ich in den vergangenen Jahre bereits sehr oft beobachtet habe: Kindern bis ins Teenageralter fällt es unheimlich schwer, ein Stück in Abschnitte zu zerteilen und „stückchenweise“ zu üben. Eigentlich können sie das überhaupt nicht.  Um sich selbst daran zu erinnern, dass das absolut normal und gesund ist, habe ich beschlossen, ein kleines altes Buch nochmal zu lesen, das ich von meiner Studienzeit kenne. Ich werde nun eine Zeit lang  die Stellen daraus zitieren, die ich für besonders interessant und nützlich halte.

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Das Üben ist doch überhaupt nicht langweilig! Es gibt viele feine Witze darüber.

Zum Beispiel:

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Eine junge Sängerin singt im Konzert vor. Nach dem Vortrag verbeugt sie sich und möchte die Bühne verlassen. Das Publikum aber schreit: „Nochmal!“ Sie singt ihr Lied nochmal, das Publikum aber schreit wieder: „Nochmal!“ Sie singt wieder, aber es wird immer noch nach einer Wiederholung verlangt.

„Ich bin schon müde! Wie oft soll ich das denn noch singen?“ fragt sie. Aus dem Publikum tönt es: „Bis du das kannst!“

 

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„Wessen Portrait soll ich über meinem Klavier aufhängen: Mozart oder Beethoven?“-

„Lieber den Beethoven. Er war taub.“

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„Mami, warum stehst du immer am Fenster, wenn ich Gesang übe?“ –

„Damit keiner denkt, dass ich dich schlage!“

 

Manchmal möchte man meckern, einfach so, ohne Grund. Ich habe ein paar wirklich kreative SchülerInnen, mit denen das Musizieren echt interessant sein kann. Aber sie sprudeln nur so von Ideen, und Disziplin ist nicht unbedingt die größte Stärke. Eine Stunde kann da ziemlich anstrengend sein. Und schon fühlt man sich frustriert, mit den Kindern und mit sich selber unzufrieden, und schon wünscht man sich mehr fleißige und folgsame Schüler.

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Für alle neugierige und einigermaßen erwachsene (12+) Klavierspieler kann ich keine bessere Freizeitlektüre empfehlen als das großartige Buch von Dieter Hildebrandt Pianoforte: Der Roman des Klaviers im 19. Jahrhundert„, zusammen mit der Fortsetzung  „Piano, piano! Der Roman des Klaviers im 20. Jahrhundert“. Das ist eine lebendige, spannende, umfassende und liebevoll erzählte Geschichte des Klavierspiels. Das Buch liest sich wie ein guter Roman und hilft dem Leser, das Instrument wie einen guten Freund zu verstehen und mögen (oder nicht).

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Dieses Interview habe ich für Sandra Labsch, eine FB-Freundin von mir nach ihren Fragen erstellt.  Ich glaube, es muss unbedingt auch in meinem Blog erscheinen. Hiermit erkläre ich die Sommerferien für endgültig beendet.

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